Kapitel 4

aus "Mormonism - Shadow or Reality?"

Joseph Smith und Geldgräberei

In diesem Kapitel werden wir Beweise diskutieren, die zeigen, dass Joseph Smith in Geldgräberei verwickelt war und wie sich dies zum Buch Mormon verhält.

Joseph Smiths Gerichtsverhandlung von 1826

Im Salt Lake City Messenger vom August 1971 gaben wir eine der bedeutendsten Entdeckungen, seit Joseph Smith die Kirche 1830 gründete, bekannt. Dies ist die Entdeckung von Wesley P. Walters von einem Originaldokument, das über 140 Jahre alt ist und in Norwich, New York, gefunden wurde. Dieses Dokument beweist, dass Joseph Smith ein „Glasgucker“ [glass looker] war und dass er eingesperrt, vor Gericht gebracht und von einem Friedensrichter in Bainbridge, New York, für schuldig befunden wurde. (Der Leser wird eine Ablichtung von diesem Dokument auf der nächsten Seite finden.) Die Bedeutsamkeit dieser Entdeckung kann nicht genug betont werden, denn sie unterstreicht die historische Echtheit des Berichtes von der Gerichtsverhandlung, die das erste Mal in Frazer’s Magazine 1873 veröffentlicht wurde. Wir zitieren folgendes aus dieser Veröffentlichung:

DER STAAT NEW YORK GEGEN JOSEPH SMITH.

„Haftbefehl, ausgegeben aufgrund einer schriftlich beeideten Klage von Peter G. Bridgeman, der mitteilte, dass ein Joseph Smith aus Bainbridge eine liederliche Person und ein Betrüger wäre.

Der Gefangene wurde am 20. März 1826 vor Gericht gebracht. Der untersuchte Gefangene sagt, dass er aus der Stadt Palmyra käme und im Haus von Josiah Stowel in Bainbridge die meiste Zeit gewohnt hätte. Er wäre für kurze Zeit von besagtem Stowel auf seiner Farm angestellt gewesen und zur Schule gegangen. Er hätte einen bestimmten Stein, in den er gelegentlich geschaut hätte, um herauszufinden, wo sich verborgene Schätze im Schoße der Erde befänden. Er bekannte, auf diese Weise erzählt zu haben, wo Goldminen in gewisser Tiefe unter der Erde wären, und er hätte für Herrn Stowel mehrere Male hineingeschaut und hätte ihn darüber informiert, wo er diese Schätze finden könnte, und Herr Stowel wäre damit beschäftigt gewesen, danach zu graben. Er hätte in Palmyra vorgegeben, dass er durch Hineinschauen in den Stein sagen könnte, wo in Pennsylvania Münzgeld vergraben läge, und während er in Palmyra war, hätte er ständig auf diese Weise festgestellt, wo sich verlorener Besitz verschiedenster Art befände. Er hätte gelegentlich die Gewohnheit durch diesen Stein zu schauen, um verlorenen Besitz drei Jahre lang wiederzufinden, aber vor kurzem hätte er es ziemlich aufgegeben, weil es seine Gesundheit angriff, insbesondere seine Augen, die es entzünden ließ. Er hätte kein aufdringliches Geschäft auf diese Weise betrieben und hätte es immer eher verneint, mit diesem Geschäft etwas zu tun zu haben.

Josiah Stowel wurde vereidigt: Er sagt, dass der Gefangene für etwa fünf Monate in seinem Haus gewesen wäre. Er wäre von ihm angestellt gewesen, teilzeitig auf der Farm zu arbeiten. Er hätte vorgegeben, Fähigkeiten zu haben, mit Hilfe des Schauens durch einen bestimmten Stein zu sagen, wo sich verborgene Schätze in der Erde befänden. Jener Gefangene hätte manchmal für ihn geschaut, zum Einen um ihm etwas über Geld zu sagen, das in Bend Mountain vergraben wäre, zum Anderen wegen Gold auf Monument Hill und einmal wegen einer Salzquelle. Er wüsste mit Gewissheit, dass der Gefangene es sagen könnte und dass er die Kunst des Sehens von jenen wertvollen Schätzen durch das Medium des besagten Steins beherrschte. Er hätte (Wort unleserlich) bei Bend und Monument Hill gefunden, wie der Gefangene es schilderte. Jener Gefangene hätte für Deacon Attleton wegen einer Mine durch den besagten Stein geschaut, hätte sie aber nicht genau gefunden, aber fand ein (p-------- Wort unvollständig) Erz, das Gold ähnelte, glaubt er. Jener Gefangene hätte mit Hilfe des Steins gesagt, wo ein Hr. Beacon Geld vergraben hätte. Er und der Gefangene hätten danach gesucht. Der Gefangene hätte gesagt, dass es sich in einem bestimmten Wurzelstumpf fünf Fuß unter der Erdoberfläche befände und mit ihm würde eine Schwanzfeder gefunden werden. Jener besagte Stowel und der Gefangene begannen danach zu graben, fanden eine Schwanzfeder, aber das Geld war verschwunden. Er vermutete, dass sich das Geld nach unten bewegt hätte. Jener Gefangene hätte seine Dienste angeboten; er hätte ihn nie betrogen; jener Gefangene hätte durch den Stein geschaut und Josiah Stowels Haus und Nebengebäude korrekt beschrieben, während er sich in Palmyra in Simpson Stowels Haus befand. Er hätte von einem bemalten Baum erzählte, mit einem Männerkopf aufgemalt, mit Hilfe des besagten Steins. Er wäre mit dem Gefangenen in Begleitung gewesen, um nach Gold zu graben, und er hätte unbedingten Glauben an die Fähigkeiten des Gefangenen.

Arad Stowel, beeidigt, sagt, dass er hinging, um zu sehen, ob der Gefangene ihn überzeugen könnte, dass er die Fähigkeit besäße, die er vorgab zu haben, woraufhin der Gefangene ein Buch auf ein weißes Tuch legte und daran ging, durch einen anderen Stein zu schauen, der weiß und transparent war, er hielt den Stein der Kerze entgegen, wandte seinen Kopf zum Buch und las. Die Täuschung erschien so eindeutig, dass der Zeuge angewidert davonging.

McMaster, beeidigt, sagt, dass er mit Arad Stowel ging und auf die gleiche Weise angewidert wegging. Der Gefangene täuschte ihm vor, dass er Objekte aus der Entfernung entdecken könnte, indem er diesen weißen Stein in die Sonne oder ins Kerzenlicht hält, dass der Gefangene lieber dazu neigte in einen Hut auf seinen dunkelfarbenen Stein zu schauen, wie er sagt, dass er seinen Augen Schmerzen zufügte.

Jonathan Thompson sagt, dass der Gefangene gebeten wurde, nach einer Kiste Geld zu schauen; er schaute und gab vor, zu wissen, wo sie wäre. Thompson und Yeomans gingen hin, um danach zu suchen; jener Smith kam als erster an der Stelle an; es war Nacht; dass Smith in den Hut schaute, während er dort war, und als es sehr dunkel war, sagte er, wie die Kiste lag. Nach einigen Fuß tief Graben stießen sie auf etwas, das wie ein Brett oder eine Planke klang. Der Gefangene wollte nicht noch einmal schauen und er gab vor, dass er wegen der Umstände alarmiert gewesen wäre, die sich auf den Koffer bezogen, der vergraben war; alles kam frisch in seinen Kopf. Dass das letzte Mal, als er schaute, dass er deutlich die zwei Indianer entdeckte, die den Koffer vergruben, dass zwischen ihnen ein Streit entstand und dass einer der besagten Indianer von dem anderen getötet und in das Loch neben dem Koffer geworfen wurde, um ihn zu bewachen, wie er vermutete. Thompson sagt, dass er an die bekundete Fähigkeit des Gefangenen glaubte, dass das Brett, an das er mit dem Spaten stieß, wahrscheinlich die Kiste war, aber wegen eines Zaubers verschwand der Koffer ständig unter ihnen weg, als sie gruben; dass, obwohl sie ständig die Erde entfernten, der Koffer trotzdem in der selben Entfernung von ihnen entfernt blieb. Sagt, dass der Gefangene sagte, dass ihm erschien, dass in Bainbridge Salz gefunden werden könnte, dass er sicher ist, dass der Gefangene mit Hilfe des besagten Steins Dinge weissagen könne. Dass als Beweis der Tatsache der Gefangene in seinen Hut schaute, um ihm etwas über das Geld zu sagen, das der Zeuge vor sechzehn Jahren verloren hatte, und dass er den Mann beschrieb, der, so der Zeuge, es genommen hätte, und die Lage des Geldes:

Und deshalb befindet das Gericht den Angeklagten für schuldig. Kosten: Haftbefehl, 19 Ct. Klage mit Vereidigung 25 ½ Ct. Sieben Zeugen 87 ½ Ct. Kaution 25 Ct. Mittimus 19 Ct. Kaution für die Zeugen 75 Ct. Vorladung 18 Ct. - $2.68.“ (Frazer’s Magazine, Feb. 1873, S. 229-230)

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Oben befindet sich eine Ablichtung von Richter Albert Neelys Abrechnung, die die Kosten zeigt, die bei verschiedenen Verhandlungen im Jahr 1826 entstanden waren. An fünfter Stelle von oben wird die Verhandlung von „Joseph Smith, der Glasgucker“ erwähnt. Wenn der Buchstabe „s“ in Dokumenten zu Joseph Smiths Zeit wiederholt wird, wie in dem Wort „glass“, erscheinen die beiden Buchstaben als „p“ (siehe das Wort „assault“ in den Punkten 1,4,7 und 9). Links haben wir den Teil der Abrechnung abgetippt, der Joseph Smith erwähnt. Diese Kostenaufstellung beweist, dass das veröffentlichte Gerichtsprotokoll echt ist.

Obwohl das Bainbridge-Gerichtsprotokoll einige Male gedruckt worden ist, wurde es nicht all zu sehr bekannt, bis Fawn Brodie es in ihrem Buch No Man Knows My History abdruckte. Sofort nachdem ihr Buch erschien, erklärten die Mormonenführer, dass das Protokoll ein Schwindel wäre. Das folgende erschien in der „Church Section“ der Deseret News:

„… der angebliche Fund ist überhaupt keine Entdeckung, denn der besagte Inhalt ist in anderen Büchern enthalten… nach all ihrer MARKTSCHREIEREI UND IHREM VERSPRECHEN produziert die Autorin ÜBERHAUPT KEIN GERICHTSPROTOKOLL, obwohl sie es ständig so nennt… Dieses angebliche Protokoll ist offensichtlich GEFÄLSCHT… Die eigentlich wichtigen Dinge, die ein echter Bericht enthalten muss, gibt es da nicht, obwohl eine Menge überschüssigen Wortschwalls in einer unmöglichen Ordnung ausgegossen wird, die von einem Gericht nicht verlangt wird.

Dieser Bericht konnte unmöglich zu einer Zeit erstellt worden sein als der Prozess stattfand. Er ist offenkundig EINE FABRIKATION eines unbekannten Autors und befindet sich niemals in den Gerichtsakten.“ (Deseret News, Church Section, 11. Mai 1946, wie in A New Witness For Christ Bd. 2, S. 430-431 zitiert)

Der Mormonenapostel John A. Widtsoe erklärte: “Dieses angebliche Gerichtsprotokoll… scheint ein schriftstellerischer Versuch eines Feindes zu sein, Joseph Smith lächerlich zu machen, indem jeder laufende Klatsch jener Tage zusammengetragen wird und ihn so darstellen lässt, als hätte er es bekannt… Es gibt keinen bestehenden Beweis, dass je eine solche Verhandlung stattgefunden hatte.“ (Joseph Smith – Seeker After Truth, Salt Lake City, 1951, S. 78)

Der Mormonengelehrte Francis W. Kirkham behauptete, dass er in Bezug auf diese Angelegenheit viel nachgeforscht hätte und zu dem Schluss gekommen wäre, dass das Gerichtsprotokoll gefälscht wäre: „Ein sorgfältiges Studium aller Fakten in Bezug auf dieses angebliche Bekenntnis Joseph Smiths vor einem staatlichen Gericht, dass er einen Seherstein benutzt hätte, um verborgene Schätze zu finden, zum Zweck des Betrugs, muss zu dem Schluss kommen, dass ein solcher Bericht niemals angefertigt wurde, und es deshalb keinen solchen gibt… Es gibt keinen Bericht und es gibt keinen Beweis, dass je ein solcher angefertigt wurde, indem er vor einem Friedensgericht bekannte, dass er einen Seherstein benutzt hätte, um verborgene Schätze zu finden, zum Zweck des Betrugs und der Täuschung.“ (A New Witness For Christ in America, Bd. 1, S. 385, 386 und 391)

Das Dokument, das Wesley P. Walters fand, ist Richter Albert Neelys Auflistung, die die Kosten aufführt, die bei verschiedenen Gerichtsverfahren 1826 entstanden waren. Der fünfte Punkt von oben erwähnt das Verfahren von „JOSEPH SMITH THE GLASSLOOKER.“ Unten befindet sich eine Ablichtung dieses Teils des Dokuments (siehe das vollständige Dokument auf Seite 33 dieses Buches).


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Die Tatsache, dass das Dokument aussagt, dass Joseph Smith ein „Glasgucker“ war, passt sehr gut zur veröffentlichten Version des Prozesses. Tatsächlich scheint dieses Dokument allein zu zeigen, dass der veröffentlichte Bericht echt ist. Außerdem enthält Neely’s Auflistung zusätzlichen Beweisstoff. Sie sagt aus, dass der Prozess am „20. März 1826“ stattfand, und dies ist genau das Datum, das im veröffentlichten Bericht des Prozesses zu finden ist: „Der Gefangene wurde am 20. März 1826 vor Gericht geführt.“ (Frazer’s Magazine, Feb. 1873, S. 229) In Albert Neely’s Auflistung wird die Gebühr von „$2.68“ aufgeführt und dies ist genau die Zahl, die man im gedruckten Bericht findet: „Kosten:… $2.68.“

Angesichts dieses Beweises ist es unmöglich weiterhin die Echtheit des Gerichtsprotokolls zu leugnen.

Im Buch Joseph Smith and Money Digging widmeten wir über 15 Seiten dem Studium dieses Gerichtsprozesses. Auf Seite 38 schlussfolgerten wir: „Obwohl der Beweis, der die Echtheit des ‚Gerichtsprotokolls’ untermauert, ziemlich überzeugend ist, muss mehr nachgeforscht werden.“ Wir zeigten aber, dass das Gerichtsprotokoll von Emily Pearsall nach Salt Lake City gebracht wurde, der Nichte von Albert Neely. Als Charles Marshall den Bericht in Frazer’s Magazine veröffentlichte, erklärte er: „Während meines Aufenthaltes in Salt Lake wurde mir gerichtlich die Erlaubnis erteilt, aus einem Stapel solcher gerichtlicher Verfahren herauszukopieren, was bisher nicht veröffentlicht wurde. Ich kann ihre Echtheit nicht bezweifeln. Die Originalpapiere wurden mir von einer Dame in wohlbekannter Position ausgeborgt, in deren Familie sie seit des Datums der Verrichtung aufbewahrt worden waren.“ (Frazer’ Magazine, Feb. 1873, Bd. 7, S. 229)

In ihrem Angriff auf Fawn Brodie’s Buch warf F. L. Stewart Zweifel auf die Aussage, dass Albert Neely 1826 ein Friedenrichter in Bainbridge war. „Aber war Albert Neely 1826 ein Friedenrichter in Bainbridge? Er verlor eine Wahl zum Richter im Jahr 1828. Die Wahl wurde im November 1827 durchgeführt und er erhielt die geringste Stimmenanzahl von allen Kandidaten. Er war später 1838 ein Friedensrichter in Manlius, New York. Keine bekannten Berichte weisen darauf hin, dass er 1826 ein Friedenrichter in Bainbridge war.“ (Exploding The Myth About Joseph Smith, The Mormon Prophet, New York, 1967, S. 69-70)

Während der letzten Jahre hat Wesley P. Walters eine große Menge Nachforschungsarbeit in Bezug auf das Gerichtsprotokoll geleistet. Er hat mehrere Reisen nach New York unternommen, um nach Beweisen zu suchen. Am 23. Juni 1971 war er in der Lage folgenden ermutigenden Bericht an einen Freund abzugeben:

„Da ich mir sicher bin, dass Sie es wissen, dass dieses Dokument dreimal gedruckt wurde – einmal in England (mit einem Neudruck davon in N. Y.), eines von Tuttle im Schaff-Herzog-Ency. und eines von den Methodisten. Der erste und der letzte dieser Drucke zeigen die Gerichtskosten. In diesem Sommer verbrachte ich einige Tage in Norwich und unter den Berichten der Grafschaft fand ich einige Auflistungen aus der Stadt Bainbridge. Auflistungen aus den Jahren 1826 und 1827 fehlten, vermutlich wurden sie mit den wassergeschädigten Gegenständen weggeworfen. Aber die Auflistungen von 1825 und 1828 waren vorhanden und bieten ein Beispiel davon, wo die Friedensrichter-Gebühren damals lagen. Eine Vorladung kostete jeweils 6 ct., so dass eine Gebühr von 18 ct. im Dokument 3 Vorladungen repräsentieren musste; Kautionsgebühren betrugen 25 ct., so dass die Gebühr des Dokuments von 25 ct. vollkommen übereinstimmte und die Gebühr von 75 ct. für die ‚Kaution der Zeugen’ drei solcher Zeugen repräsentieren muss… Für mein Verständnis gibt es hier genügend Übereinstimmung, um die Möglichkeit, dass das Dokument eine Fälschung ist, außerhalb der Reichweite des Möglichen zu sehen.

Schließlich befinden sich die anderen Umstände drumherum am richtigen Platz… Frau F. L. Stewart wirft im EXPLODING THE MYTH Zweifel auf das Gerichtsprotokoll, weil es keinen Beweis gab, dass Albert Neely 1826 ein Friedensrichter war. Nun, ich fand seine offiziellen Benennungspapiere, unterzeichnet von drei ‚High-Court-Richtern’ und den 15 Inspektoren der Grafschaft und das Datum seiner Ernennung war der 16. November 1825. Wenn die Auflistungen von 1826 noch erhältlich wären, wäre ich mir sicher, dass es einen Bericht mit Einzelauflistungen aller Haftbefehle, die ausgegeben wurden, und Kosten für die Stadt und die Grafschaft gegeben hätte, so wie in den anderen Gerichts-Unterlagen für 1825 und 1828. Tatsächlich wurden die Einzelauflistungen summiert und bei der jährlichen Versammlung des Inspektorenkomitees wurde die Gesamtsumme ‚geprüft und genehmigt’. In ihrem Inspektorenberichtsbuch für 1826 erscheint Albert Neelys Name unter der Stadt Bainbridge und dass $6.34 von der Stadt und $15.44 von der Grafschaft gezahlt wurden. Soweit es mich betrifft, ist es keine Frage, dass Albert Neely 1826 ein Friedensrichter gewesen ist und dass Joseph Smith vor ihm zur Verhandlung stand und dass der veröffentlichte Bericht wirklich ein echter Bericht von dem ist, was geschah.

Es gibt weitere kleine Details, die genauso gut ins Bild passen… von jedem Winkel aus hat diese Angelegenheit den Ring der Echtheit um sich.“ (Brief, geschrieben von Wesley P. Walters, vom 23. Juni 1971)

Einen Monat, nachdem er diesen Brief geschrieben hatte, war Wesley P. Walters wieder zurück, um nach den fehlenden Auflistungen zu suchen. Gegen Ende Juli 1971 erhielten wir einen Telefonanruf, der den bedeutenden Fund bekannt gab – nämlich die Entdeckung von Richter Neelys Auflistung für 1826. Wesley P. Walters schickte uns auch einen Brief, in dem er uns von anderen wichtigen Entdeckungen berichtete. In diesem Brief finden wir folgendes:

„Nun sollten Sie den Schock über meinen Anruf über das Auffinden der Neely-Auflistung von 1826 überwunden haben…

Zusätzlich zu dem, was ich Ihnen bezüglich der Auflistung zum Prozess des ‚Joseph Smith, der Glasgucker’ zusandte… gibt es auch noch die Auflistung des Polizisten Philip M. DeZeng. Seine Rechnungen enthalten einige für den „Dienstbefehl wegen Joseph Smith und die Anreise (diese Stelle war durch Wasser beschädigt und sehr undeutlich). ‚Vorladung für 12 Zeugen und deren Anreise’. Versorgung des Gefangenen für 2 Tage und 1 Nacht’. ‚Benachrichtigung zweier Richter’ und ‚eine Reise von 10 Meilen mit „mittimus“, um ihn gefangenzunehmen’… Es gibt ebenfalls Auflistungen von Arad Stowel (einer der Zeugen in dem Prozess) für 1826 als er als Schulkommissar diente.“

Unten befindet sich eine Ablichtung der Auflistung vom Polizisten Philip M. DeZeng. Beachten Sie, dass die Jahresangabe 1826 im Kopf der Auflistung geschrieben steht. Der Pfeil deutet auf die Stelle, wo der Polizist DeZeng von „Rechtfertigung über die Dienste für Joseph Smith…“ erzählt.


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Am 28.Oktober 1971 gab Wesley P. Walters eine beeidete Erklärung in Bezug auf die Entdeckung dieser Dokumente ab:

„DER GEISTLICHE WESLEY P. WALTERS, der zuerst ordnungsgemäß vereidigt wurde, sagt aus und erklärt:

Am Samstag, den 22. Mai 1971, zur Zeit in Norwich, New York, wurde mir, Wesley P. Walters, aus Marissa, Illinois, von der Grafschafts-Geschichtsschreiberin Frau Mae Smith gezeigt, wo die Chenengo Grafschaft ihre toten Dinge aufbewahrte, nämlich in einem hinteren, schlecht beleuchteten Raum im Keller des Grafschafts-Gefängnisses. Während ich in Begleitung von Frau Smith dieses Material sichtete, gerieten wir an die grafschaftlichen Abrechnungen aus dem frühen 19. Jahrhundert. Diese Abrechnungen waren in Bündeln nach Stadtgemeinden geordnet und die Stadtgemeinden nach Jahren zusammengebunden. Dort gab es Abrechnungen von allen Stadtämtern, einschließlich einzeln aufgeführter Auflistungen von Prozessen, die von den jeweiligen örtlichen Friedensrichtern geführt wurden und eine einzeln aufgeführte Auflistung der Kosten der Polizisten, die Haftbefehle ausführten und Inhaftierungen vornahmen. Ich erkannte, wenn die Abrechnungen für 1826 und 1830 für die Stadt Bainbridge ausfindig gemacht werden könnten, gäbe es zweifelsfreie Bezüge zu den beiden Prozessen von Joseph Smith, dem Gründer der Mormonenkirche. Ich war erfolgreich bei der Ausfindigmachung der Abrechnungen für 1824, 1826, 1828 und 1829, aber ich konnte nicht die von 1828 und 1830 finden. Es gab immer noch eine Menge an Material, das durchzusuchen war, und mein Zeitplan erforderte, dass ich gehen musste, ohne meine Suche abzuschließen.

Am 28. Juli 1971, war ich in der Lage nach Norwich zurückzukehren und am späten Nachmittag ging ich in das Grafschafts-Gefängnis zurück, begleitet von Herrn Fred Poffarl aus Philadelphia. Nach der Durchsicht einiges übriggebliebenen Materials, entdeckte Herr Poffarl nach kurzer Zeit zwei Pappkartons im dunkelsten Teil des Raumes, die noch mehr Bündel von Abrechnungen enthielten, alle durcheinander das Datum betreffend und einige waren stark wasserdurchtränkt und vermodert, da sie an eine undichte Wand geschoben waren. Ich schaute in den einen Karton, während Fred in den anderen schaute. Und in Herrn Poffarls Karton waren die 1826er-Abrechnungen bald gefunden, gefolgt von denen von 1830. Als ich das 1826er-Bündel öffnete und einen Teil der Bainbridge-Abrechnungen durchhatte, die allesamt sehr feucht und moderig waren, stieß ich zuerst auf die Friedensrichter-Abrechnung von Albert Neely und dann auf die Polizistenabrechnung von Philip M. DeZeng. Auf Herrn Neelys Abrechnung befand sich der Rechnungsposten über den Prozess von ‚Joseph Smith the Glass Looker’ vom 20. März 1826 und eine Kostenrechnung an die Grafschaft von Herrn Neely über $2.68. Auf der Abrechnung von Herrn DeZeng standen die Posten für die Inhaftierung und Verwahrung von Joseph Smith, wobei 2 Richter, die Vorladung von 12 Zeugen sowie ein „Mittimus“-Posten für eine 10-Meilen-Reise ‚um ihn zu kriegen’ erwähnt werden, ohne genaueren Hinweis darüber, wo auf dem „Mittimus“ er geschnappt wurde. Ebenso fand ich in den 1830er-Bündeln sowohl die Polizisten- als auch die Richterabrechnung, die die Haft und den Prozess Joseph Smiths als eine liederliche Person am 1. Juli 1830 erwähnen. Ich machte sowohl Xerox-Kopien von all diesen Posten als auch von einigen typischen Beispielen von anderen Abrechnungen von 1825, 1826 und 1828.

Nach meiner Meinung sind die Abrechnungen echt, von derselben Papierqualität und Tintenqualität wie die anderen 1826er- und 1830er-Abrechnungen und sie erschienen mir als verschnürt und unberührt geblieben bis zu dem Tag, als sie gebündelt und vom Inspektorenkomitee der Chenango-Grafschaft, New York, ausgelagert wurden. Die historische Bedeutung dieser Abrechnungen erregte die Aufmerksamkeit der Grafschaft und sie, laut dem letzten Bericht, arrangierten es, dass diese Posten an einem sicheren und angemesseneren Ort gelagert werden sollten.“ (Beeidete Erklärung von Wesley P. Walters vom 28. Oktober 1971)

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Eine Übersetzung aus "Mormonism - Shadow or Reality?" von Sandra und Jerald Tanner.
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